Meine erste Vorlesung … als Dozent

2. Januar 2011

Um gleich mal einen Vorsatz für 2011 umzusetzen (mich mal wieder dem Blog widmen), bedarf es eigentlich nur mal eine halbe Stunde Zeit. Diese möchte ich gerne darin investieren, um ein paar Erfahrungen zu schildern, die ich als Gastdozent an der BA Rhein Main unlängst sammeln konnte.

Gegenstand der Vorlesung selber, war das Thema „Einführung in den Softwaretest“. Dieses Thema begleitete mich im Rahmen der Diplomarbeit, Bachelor-Thesis und seit einem Jahr auch in der Praxis als Tester und Test-Analyst in verschieden Projekten. Die Vorlesung selber ging 2 Tage mit jeweils ca. 5 Zeitstunden (incl. Pausen) und wurde wie folgt strukturiert.

1. Grundlagen des Softwaretests
(Begriffe / Fallbeispiele / Geschichte / Ökonomische Aspekte / Psychologie / …)

2. Testen im SW-Lebenszyklus
(SCRUM / V-Modell / Wasserfallmodell / …)

3. Testprozess & Rollen
(Darstellung der fundamentalen Testprozesses, Wer ist beteiligt? / Testorganisation)

4. Testmethoden
(Dynamische / Statische Testmethoden incl. Anwendung)

Das soll zur Einführung genügen. Diese Beitrag ist nicht auf den Inhalt der Vorlesung fo-kussiert. Vielmehr soll der Aufbau, Ablauf,  Besonderheiten aber auch didaktisch Überlegungen dargestellt werden. Es sei dabei  zu beachten, dass dies nur subjektive Eindrücke sind, da ich weder studierter Psychologe noch Pädagoge bin. Aber das macht ja nichts ;)

  • Zeit & Folien: Ich habe für die 2 Tage 119 Folien erstellt und war am Anfang besorgt, die Zeit würde nicht reichen. Gerade aber am ersten Tag merkte ich, dass man während der eigentlichen Einleitung sehr viel erläutert. Selber hantiert täglich mit den Basisbegriffen, sie dann aber verständlich darzustellen braucht seine Zeit. Am Ende hatte ich sogar eher zu viele Folien. Die Zeit lässt sich also eher schlecht planen, man sollte aber immer ein paar “Notfallübungen” mit unterschiedlichen Längen in der “Hinterhand” haben um diese bei Bedarf zu verwenden. Für diesen Fall habe ich folgende Idee gehabt – die Studenten haben nach der Einführung selber die Möglichkeit die Vorlesungsschwerpunkte zu wählen. Dazu habe ich 2 Themengebiete (Testdatenanonymisierung oder Testorganisation im Unternehmen) ihnen zur Auswahl bereitgestellt.

  • Unterbrechungen: Mehr als 30 – 45 Minuten am Stück, ohne Pausen ist eher schlecht für die allgemeine Aufmerksamkeit. Der Durchschnittsstudent hat eine Aufmerksamkeitsspanne von 15 Minuten, wenn er passiv eingespannt wird (d.h. nur zuhört). Das muss beachtet werden, der Dozent sollte regelmäßig durch Fragen an die Klasse, Übungen und auflockernden Maßnahmen die Aufmerksamkeit der Studenten fordern und fördern (an das Belohnen denken!).
  • Übungen sollten Zielgruppen gerecht sein. Man kennt es selber aus dem Studium, dass man von einem viel zu abstrakten und weltfremden Thema als Übungsobjekt konfrontiert wird und gleich am Anfang die Lust verliert.  Daher habe ich bspw. bei der Erläuterung des Themas “Entscheidungstabellen” die folgende Aufgabe gestellt: ”Stellt euch vor, ihr seit in einer Disko – welche Bedingungen folgen welchen Aktionen wenn man ein Mann / Frau anspricht”. Die folgende Tabelle kam dabei als Beispiel heraus:
    Ein weiteres Highlight war die Erstellung eines Programmablaufdiagramms für einen Bierautomaten aus welchem Testfälle abgeleitet werden mussten. Als Fazit nehme ich mit, dass solche kleinen Übungen sehr gut in die Vorlesung reinpassen. Dabei sollte man seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen, da ich mir sicher bin, dass Studenten sich so die Methoden besser einprägen können, wenn sie sich damit identifizieren können. Achtung -> die Lösungen sollten auch korrekt und präsentierbar sein. Bei einer meiner Übungen ist mir ein Fehler unterlaufen, was zu leichter Verwirrung führt ;)
  • Ansprechende Layout und Präsentation ist ein Muss. Auch wenn der Inhalt bestimmend ist, folgt ein Student lieber eine Präsentation oder Übung die formal korrekt und ansprechend gestaltet wurde. Dabei helfen euch bspw. PowerPoint 2010. Aber Achtung -> Animationen werden als Ausdruck nicht mit dargestellt. Da viele Studenten die Unterlagen drucken, muss darauf geachtet werden, dass der Inhalt noch erkennbar ist. Wenn man Bilder als Links innerhalb der Präsentation aufzeigen will, kann man das in Verbindung mit Googles PICASA sehr gut bewerkstelligen. Vorteil -> Die Präsentation wird ausgeblendet, man kann im Bild zoomen und navigieren. Auch die Verwendung von Videos sollte in Betracht gezogen werden. Zum Thema Softwaretest gibt es wenig, aber diese als “besonderes” Element einzubauen macht Sinn.
  • Der Überraschungseffekt. Ich finde eine Vorlesung sollten Elemente haben, an den sich die Studenten auch nach der Vorlesung erinnern. Ich fand es schön (und das füllt auch die Vorlesungszeit) die Übungsaufgaben mit einer kleinen Story zu hinterlegen. Hier ein paar Beispiele:



    Das sollen ein paar Eindrücke meiner ersten Vorlesung für euch sein. Ich ermuntere jeden von euch, so etwas mal zu probieren. Die “Rollen zu vertauschen” hat sehr viel Spaß gemacht – auch bei einer Vorbereitungszeit von ca. 20 Minuten pro Folie (macht ca. 35 – 40 Stunden). Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.

    Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Verantwortlichen bei meinem Arbeitgeber und vor allem der BA Rhein Main für die Unterstützung bedanken. Da die Unterlagen einmal erstellt sind und das entsprechende Feedback der Studenten mich weiter motiviert, steht der nächsten Vorlesung nichts entgegen ;)

Allgemeines

Buchrezension “Johannes” von Heinz Körner

19. November 2009

Es gibt Bücher, von denen hat man noch nie etwas gehört. Nur durch Kettungen von Zufällen erlangt man Kenntnis von ihnen.

Ein solches Buch wurde mir vor ein paar Wochen von einem Arbeitskollegen empfohlen. Dieses Werk aus dem Jahre 1978 (1,3 Mio. verkaufte Exemplare, 300 Wochen lang Spiegel-Bestenliste) ist mit 102 Seiten sehr überschaubar. Jedoch sind die Zahlen und der Umfang nicht relevant. Der Inhalt jedoch ist der Grund, warum ich dieses Buch hier erwähnen möchte.

Der Protagonist Klaus trifft einen älteren Mann (Johannes) beim Spazieren gehen im Park.   Die beiden beginnen in ein Gespräch, welches  das ganze Buch bestimmt. Allein die Frage “Wer   bist du” wird ausführlich diskutiert, da die Antwort (bei näherer Betrachtung) alles andere als trivial ist.

Ich kenne deinen Namen. Wichtiger ist, wer du bist.

Das Gespräch im Buch entwickelt sich weiter. Dabei ist das bestimmende Thema, die Verflechtung einer Person in seinen Verantwortungen und Erwartungen. Dazu sagt Klaus:

Die Umwelt zwingt mich. Gesetze ebenso. Und meine Mitmenschen erwarten ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit, an Verpflichtungen von mir.

Dabei verwendet Johannes den Vergleich eines Sumpfes in den jede Person gefangen ist. Manche ergeben sich der Tatsache, dass sie untergehen – schlimmer noch, sie resignieren und geben sich damit zufrieden. Andere reden viel darüber wie sehr es doch stinken würden – machen aber letztendlich nichts. Durch diese Metapher zeigt der Autor eindrucksvoll den Zwiespalt auf, den Klaus in sich spürt.

Johannes drängt Klaus durch geschickte Fragen immer wieder an dem Rand seiner Grenzen. Da Protagonist bricht häufig unter den gewonnen Erkenntnissen und errungenen Einsichten zusammen.

Diese Fragen bringen – und das macht das Buch so wertvoll -   den Leser selber zum Nachdenken. Nimmt man sich für die Beantwortung der Fragen von Johannes selber ein paar Minuten Zeit, kommt man zu der Einsicht, dass der Leser selbst Klaus zu großen Teilen ähnelt. Am Ende des Buches werden  die wichtigsten Erkenntnisse des Treffens der beiden Darsteller zusammengefasst.

Das Werk gibt es bspw. über Amazon (gebraucht) schon ab 3,49 € – ein Muss für kalte Wintertage und für den, der über sich selbst mehr erfahren möchte. Außerdem ein tolles Weihnachtsgeschenk mit garantierter Nachwirkungen für den Beschenkten!

Literatur

Recruiting Messen – Erfahrungsbericht

26. August 2009

logoTalEigentlich wollte ich in diesem Artikel meine ersten Erfahrungen bei DER Jobmesse „TALENTS“ aus München verarbeiten – das mach ich auch – aber nur prägnant, da mir gerade eine fulminante Idee zum Thema „abheben von der grauen Masse“ und „strukturierter Lebenslauf“ gekommen ist.

Dazu mehr im nächsten Post. Hier aber erstmal stichpunktartig die Erfahrungen:

  • Meldet euch rechtzeitig an. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Personalverantwortliche vorab persönliche Gespräche mit euch vereinbaren wollen. Bei der Talents hinterlasst ihr online eure kompletten Bewerbungsunterlagen.
  • Auch wenn ihr keinen Termin erhalten habt – hingehen lohnt sich. Die wichtigsten Informationen erhält man auch so – man muss nur lieb fragen =)
  • Seit spätestens zum offiziellen Beginn der Messe anwesend. Die ersten 15 Minuten richten sich die Messestände meist noch ein. Ihr habt aber den Vorteil, dass überlaufene Stände noch frei sind.
  • Sprecht mit den wichtigsten und attraktivsten Unternehmen möglichst vor 12:00h – Warum? Ganz einfach: Eure Konzentration und Informationsmitteilungsbedürftigkeit seitens der Firmen ist dann am höchsten.
  • Nehmt euch Essen mit – viel Zucker und Trinken. So ein Tag ist unheimlich anstrengend. Immer nice und fokussiert sein ist mental äußerst zehrend. Was noch hilft: Pausen machen, an die Luft gehen und mit Mitstreitern networken.
  • Nehmt die kostenlosen Angebote (Bewerbungsfotos, Mappencheck, Coaching Tipps) mit. Unter Umständen müsst ihr euch vorher online registrieren und/oder Gebühren bezahlen. Firmen, die besonders attraktiv für euch erscheinen, solltet ihr zielgerichtet eure vorbereitete Bewerbermappe abgeben. Vorher mit den Personalern vor Ort prüfen lassen! Habt für die anderen Unternehmen zumindest eine gedruckte Form euers Lebenslaufes incl. der wichtigsten Kontaktdaten da. Visitenkarte darf auch nicht fehlen.
  • Seit immer freundlich, und authentisch – die Anwesenden Unternehmensvertreter haben genug Erfahrungen in solchen Sachen. Kommuniziert insbesondere eure praktischen Erfahrungen.
  • Im optimalen Fall habt ihr bereits eine Stelle die euch interessiert online auf der Unternehmenswebsite gefunden – ausdrucken und zeigen. Wenn nicht: Schildert eure gewünschten Einsatzgebiete möglichst genau.
  • Sonstige Utensilien: Anzug, Hemd, Krawatte, TicTac, Block, Stift, kleine Tasche
  • Informiert euch über die Firmen – ihr müsst nicht wissen in welchem Stock die Kantine in der nordmongolischen Außenstelle ist. Grundsätzliche Dinge wie Mitarbeiteranzahl, Aufbau und Produkte sollten aber bekannt sein.

Viel Erfolg!

Allgemeines

Diplomarbeit – Tipps und Tricks

20. August 2009

Den folgenden Artikel schreibe ich für alle diejenigen, die eine Diplom oder Masterarbeit in Zukunft anfertigen müssen. Dieser basiert auf Erfahrungen die ich während der Erstellung meiner Diplomarbeit gesammelt habe. Solltet ihr ebenfalls Tipps haben, bitte ich diese im Kommentarfeld zu beschreiben.

  • Informieren hilft! Damit meine ich nicht (nur) über das fachliche Thema. Vielmehr sollte im Vorfeld einer Diplomarbeit mindestens ein Buch darüber gelesen werden, wie man diese eigentlich erstellt. Dazu kann ich das Buch: Wissenschaftliches Arbeiten. Technik – Methodik – Form von Theisen empfehlen. Dieses Buch ist Pflichtlektüre und summiert eine Vielzahl an jahrelanger Erfahrung des Autors zusammen!

  • Planen hilft! Ich habe am Anfang meiner Diplomarbeit einen relativ exakten Zeitplan angefertigt. In diesem steht geschrieben, wann welches Kapitel fertig ist. Außerdem sind Personen, die mit der Diplomarbeit zu tun haben, vermerkt (Korrekturleser, Gutachter usw.)Tool: Visio 2007 – Vorteil: Man behält den Überblick und sieht sofort, wenn man zeitliche Probleme bekommt. Außerdem erhalten die akademischen und betrieblichen Betreuer so einen Überblick über die Arbeit und den aktuellen Stand. Diese „strukturierte“ Herangehensweise wird i.d.R. sehr von solchen Personen geschätzt (Pluspunkt!). Gebt regelmäßig (wöchentlich) den Personen ein Feedback und sprecht Änderungen oder Probleme frühzeitig an.
  • Technik hilft – Schreiben! Es gibt im Internet viele Werkzeuge, die euch bei der Erstellung einer Diplomarbeit unterstützen. Die Wahl der Textverarbeitung steht dabei ganz am Anfang. Ich persönlich habe Word 2007 verwendet. Sieht gut aus, man kann tolle Grafiken erstellen (SmartArts) und die Tabellen sind einfacher zu gestallten als mit TeX. Leider gab es aber – gerade zum Ende der Diplomarbeit – erhebliche Probleme. Word 2007 stürzte öfters ab und Änderungen wurden nicht übernommen. Deswegen rate ich prinzipiell bei solchen umfangreichen Werken zu TeX (Anleitung). Ein Vergleich der beiden Tools ist hier zu finden: Link
  • Technik hilft – Zitieren! In einer Diplomarbeit können weit über 100 direkte / indirekte Zitate vorkommen. Um diese Menge an Informationen zu bewältigen, empfiehlt sich ein Zitationsprogramm zu verwenden: Citavi – Achtung: In der kostenlosen Version kann man „nur“ 100 Quellen verwallten.  

  • Technik hilft – Sichern! Nicht’s ist schlimmer als ein Verlust der mühevoll erstellten Diplomarbeit – daher ist eine möglichst redundante, dezentrale (!) Sicherung der Daten notwendig. An dieser Stelle sein Subversion oder Dropbox empfohlen. Beide Varianten erlauben eine Versionierung der Daten. Für Subversion sei als Host (Serverkapazität, kostenlos) http://www.xp-dev.com/ erwähnt.  Als Client kann http://tortoisesvn.tigris.org/ empfohlen werden. Noch einfacher geht es mit http://www.getdropbox.com/

  • Helfer helfen! Plant für das Korrketurlesen mehrere Personen mit ein. Ich bezeichne diese Gruppe als „Stab“ hinter der Diplomarbeit. Dabei solltet ihr zwischen Personen differenzieren, die

a)  fachliche Aussagen treffen können (2 Personen).

b) Rechtschreibung / Ausdruck korrigieren (mind. 2 Personen)  – an dieser Stelle sei auf das Programm „Duden Korrektor“ hingewiesen. Dieser erkennt u.a. Komma- und Satzbaufehler im Text und ist erheblich besser als die Word 2007 Korrekturhilfe.

Dies & Das ,

Project 2007 Workshop @ TU Darmstadt

12. Juni 2009

Viele Projekte scheitern an der Missachtung des berühmten Projekt-Dreiecks (Time, People, Scope).  Ein sehr nützliches Tool, was in fast allen größeren Firmen verwendet wird, ist Microsoft Project. In diesem Zusammenhang hat die Unternehmensberatung Campana & Schott und das Microsoft Student Programm ein Workshop aufgesetzt, um wissbegierigen Studenten einen Einblick in diese Software zu geben.

Diesen Ruf folgten 35 Studenten – wir waren damit „ausverkauft“. In den Räumen der TU Darmstadt konnten sich diese über die grundlegende Arbeit mit Project und dem Project Server befassen. Der in kleine Lektionen aufgeteilte  Workshop endete mit vielen kleinen Übungen, die die Möglichkeiten mit dieser Software aufzeigen sollten.

Am Nachmittag wurde dann, dank der Unterstützung von Campana & Schott, auch auf reale Praxisbeispiele und der Kollaboration von Projekt und anderen Programmen (wie Outlook) eingegangen.

Wie sagte Abraham Lincoln schon: „How can you know where you are going if you don’t know where you’ve been?” Diese fundamentale Aussage trifft auch auf Projekte zu – die Erfahrung daraus sind für die Zukunft manchmal wichtiger als das Projekt selbst. Project kann dabei helfen!

Für weitere Informationen kann ich folgendes Buch empfehlen: „Managing Projects with Microsoft Office Project 2007“ (Ballew & Reynolds). Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

P.S.: Sollte sich jemand für die MCTS Zertifizierung (60-632) entscheiden, findet ihr hier ein paar Tipps unter Freunden =):

  1. Unterschätzt die Prüfung nicht, eine intensive Vorbereitung mit dem genannten Buch ist Pflicht.
  2. Es handelt sich um über 60 Multiple Choice Fragen, i.d.R. keine Simulationen
  3. Bitte lest die Fragen genau! Manchmal ist die Antwort leider so eindeutig, dass man sie überliest – hier gilt: Nicht „um die Ecke denken“.

Viel Erfolg!

Microsoft Student Program , ,

Augmented Reality (zum Mitmachen!)

15. März 2009

Dieser Artikel gehört in die Kategorie: “WoW … ich kenne das Web 2.0 schon auswendig, aber das habe ich noch nicht gesehen!” – Augmented Reality

Wer bei der Cebit 2009 beim Frauenhofer Institut vorbeigeschaut hat, wird sicherlich den “Magic Mirror” bewundert haben (Link). Diese Technologie wird als Augmented Reality bezeichnet und projiziert Animationen in Real Time auf vorhandenes Bildmaterial. Hier ein kleines Video dazu:

Diese Animation kann man selber herstellen … dazu verwendet man Flash und das FlarToolkit. Leider habe ich noch nicht die Zeit gefunden eine solche Animation zu erstellen … aber ich hab da schon eine Idee (Visitenkarte animieren, so kann man viele Informationen über Flash anzeigen lassen, die keinen Platz darauf gefunden haben … wie Lebenslauf, Bild)

Wie funktioniert das?

1. Ein Bild ausdrucken (das enthält ein Symbol, was Flash zum Abspielen der Animation bringt)

2. Einen Flashplayer starten, der i.d.R auf einer Website gehosted ist …

3. Das Bild vor eine Webcam halten – Animation startet!

Die Möglichkeiten dieser Technologie ist enorm – man könnte z.B. Werbeprospekte animieren, Kleidung “virtuell” anprobieren, Hologramme simulieren, …

Beispiele und Ressourcen:

Boffswana:   PDFLink
SmartGrid: Link
Mikko’s Blog: Link
How-To: Link
Top 10 AR Games: Link
WYSIWYG Editor für AR: Google SketchUp + AR-media Plugin for GSU

Dies & Das

10 Bücher in 10 Minuten

5. Februar 2009

Wissen ist (nicht nur in der heutigen Zeit) ein wichtiges Gut. Wie aber generiert der Mensch Wissen? Nun – indem er ausprobiert oder vorhandene Kenntnisstände durch Lesen / Hören konsumiert.

Eine große Hilfe dabei sind Abstract-Dienste. Also Anbieter, die auf die Zusammenfassung von Büchern spezialisiert sind. Einen davon möchte ich euch gerne Vorstellen: GetAbstract

Der Schweizer Referatedienstleister sucht aus den 10.000 – 15.000 Neuerscheinungen (Wirtschaftsliteratur)  die besten 500 heraus und fasst den Inhalt auf maximal 5 Seiten zusammen. GetAbstract beschäftigt weltweit 120 Journalisten welche die wichtigsten Informationen zusammentragen – und dass in der Regel nach dem selben Aufbau:

1. Buchinformation
2. Take-Aways (ein kurzer Umriss des gesamten Inhaltes)
3. Ranking (Gesamt-Rating/ Umsetzbarkeit/ Innovationsgrad/ Stil)
4. Relevanz (was lernt man daraus? Empfehlungen?)
5. Abstract (die eigentliche Zusammenfassung)
6. Info’s über den Autor

Natürlich hat das ganze auch seinen Preis: Bis zu 299 € pro Jahr fallen für das Business-Abo Gold an. Das günstigste Angebot liegt bei € 89.00  für 26 Zusammenfassungen.

Ich denke, dass dieser Dienst vor allem dann wichtig ist, wenn man schnell einen Überblick über ein bestimmtes Thema erhalten möchte (Diplomarbeit, Vorbereitung von Entscheidungen, Buchkauf).

Übrigens: Bei der Einführung des Dienstes, haben vor allem Buchhändler die Pferde scheu gemacht. Niemand kaufe dann Bücher, war deren Argumentation. Die Praxis hat aber gezeigt, dass man sich eher ein (teures) Fachbuch kauft, wenn man den Inhalt vorher aufgeschlüsselt bekommt.

Anmerkung 09.03.09:
Alternative  http://www.shortbooks.de/

Allgemeines

The 25 Most Dangerous Programming Errors

18. Januar 2009

Ich bin vor kurzem auf eine interessante Website zum Thema: “Sicherheit bei der Entwicklung von Software” gestoßen. Das SANS Institute, viele Unternehmen (Microsoft, Oracle, Symantec) und Universitäten (University of California, Purdue) haben an eine Liste  von Softwarefehlern gearbeitet, die man lieber nicht in seiner Anwendung haben sollte.

Hier ein paar Beispiele:

  • Improper Input Validation (ich kann im Feld “Alter” ein Wort eingeben)
  • Improper Initialization (ich vergesse die Variable “Geld” zu initialisieren)
  • Use of Insufficiently Random Values (die “Random” Funktion ist gar nicht so zufällig)

Dies sind nur ein paar nennenswerte Gefahren die drohen, wenn man bei der Implementierung die Grundregeln von “stabiler und sicherer” Software vergisst. Die ganze Liste gibts hier: http://www.sans.org/top25errors/#s4

Di 10 größten Softwarepannen gibt übrigens hier: Link

In diesem Sinne … immer sauber coden =P

Dies & Das

Alles (bleibt) anders … Blog ist umgezogen!

5. Januar 2009

Seit langem habe ich den Wunsch, WordPress auf einem eigenen Webspace zu hosten. Das hat vor allem den Vorteil, dass “Self-hosted” WordPress Blogs wesentlich besser an die eigene Wünsche angepasst werden können:

  • eigene Themes runterladen und anpassen (CSS, Bilder, …)
  • Installation eigener Widgets
  • keine 3 GB Limit bzw. Datentypbeschränkung
  • keine Beschränkung der Benutzeranzahl

blog_neu

Anmerkung: Ich hab das Theme aus technischen Gründen nochmals geändert. Der Screenshot zeigt die erste Version.

Der Blog wird nun bei dem Webspaceanbieter Domain*go gehosted. Für die Einrichtung von WordPress muss eurer Provider mindestens folgende Anforderungen genügen:

  • PHP ab Version 4.3
  • MySQL Version 4.0.0 oder höher

Man braucht im übrigen nicht für jeden Blog eine neue MySQL Datenbank einrichten. Es sind mehrere Blog’s pro Datenbank möglich (bei der Installation den Prefix ändern).

Bitte achtet darauf, dass sich der RSS Link geändert hat. Einfach auf das RSS Symbol (auf www.michaelhopf.com, rechts oben) klicken und ihr erhaltet die aktuellen Beiträge automatisch. Alternativ ist hier der Link.

Allgemeines

H2 – Testbericht

1. Januar 2009

Da ich einigen Personen versprochen habe, einen Testbericht über den Zoom H2 zu veröffentlichen (und ich keinen Kater habe), werde ich das gleich mal machen ;-)

Zoom, Bedienungsanleitung

Quelle: Zoom, Bedienungsanleitung

Der H2 der Firma Zoom ist ein MP3 /Wave- Recorder. Das Besondere an diesem Gerät sind die 4 Mikrofone. Dadurch sind wahlweise 90, 120 oder 360 Grad Aufnahmen möglich. Diese werden im WAV Format oder gleich direkt als MP3 auf dem Gerät gespeichert.

Da man das Rad nicht neu erfinden muss, habe ich hier weitere Testberichte für euch gesammelt.  Diese haben mir bei der Entscheidungsfindung viel geholfen – vor allem der englische Podcast und der Bericht der O’Reilly Seite sind zu empfehlen:

Audiotranskription.de
Media-Maier.de
Stiftung Warentest

H2 Test als (engl.) Podcast
O’Reilly (engl. – sehr umfangreich)

Meine persönliche “Plus” und “Minus” Liste findet ihr hier:

Plus
+ einfache, intuitive Bedienung (ich hatte vorher einen MiniDisc Player von Sony … ich bin froh ihn bei Ebay verkauft zu haben – Sony hat mit seiner Dateiformat-Politik eindeutig verloren)
+ Aufnahmen mit 1 – 4 Mikrofon
+ Konvertierung der WAV Dateien in MP3 im Gerät möglich
+ lange Aufnahmen können im Gerät einfach geteilt werden
+ sehr gute Qualität bei akustischen Aufnahmen
+ wenig / kein Hintergrundrauschen
+ günstiger Preis (ab 180 €)

Minus

- keine gleichzeitige Nutzung externer & interner Mikrofone
- etwas “billige” Verarbeitung
- Schlagzeug etwas “dumpf” (liegt ggf. an den Einstellungen)
- kein interner Equalizer

Natürlich sollte man bei so einem Gerät nicht nur auf die Fakten vertrauen – besser noch sind Aufnahmen direkt zu hören. Dafür habe ich euch 2 Aufnahmen als Download bereitgestellt.

Choraufnahmen: Carol of the bells und Listen to the lambs
Bandaufnahme (Dank an die “The Hendriggs” Band aus Bad Düben)

Hier noch ein Tipp für Personen, die den H2 wirklich ausreizen wollen. Auf dieser Website kann man lernen, wie man aus den Audiodateien Sourround-Sound (5.1) erstellt.

Ein schöner Vergleich fast aller relevanten Alternativen zum H2 findet ihr hier. Ich kann das Gerät sehr empfehlen. Die einfache Bedienung, die gute Aufnahmequalität und der Preis sprechen für das Gerät. Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.

Dies & Das ,