Small Basic – weniger ist manchmal mehr

Ich habe gerade eine interessante Entwicklung aus den Microsoft DevLabs die ich euch gerne vorstellen möchte. Small Basic ist eine angepasste Version (Dialekt) der Programmiersprache BASIC (Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code). BASIC hat sich seit der Entwicklung 1964 durch John George Kemeny und Thomas Eugene Kurtz zu einer sehr umfangreichen Programmiersprache mit hoher Verbreitung entwickelt.

Small Basic Editior

Small Basic versucht diese Komplexität zu verringern um so anderen Zielgruppen wie Kindern oder älteren Menschen einen Einstieg in die Programmierung zu geben. Dies geschieht durch folgende  Eigenschaften:

  • Small Basic beinhaltet nur 15 Befehle und ist strikt imperativ
  • basiert auf dem aktuellen .Net Framework
  • es sind nur globale Variablen erlaubt
  • die Entwicklungsumgebung ist simpel und wird mitgeliefert
  • Intellisense Funktion für Code-Erklärung
  • einfache mathematische und grafische Darstellungen möglich

Schon nach ein paar Minuten findet mal sich in dieser sehr übersichtlich gestallteten Oberfläche zurecht. Wer natürlich ein VisualStudio 2008 erwartet wird enttäuscht ;-) Ich denke auf jeden Fall, dass dieses Programm vor allem in Schulung Verbreitung finden sollte. So können schon Kinder spielerisch ihre Fähigkeiten an einer einfachen Programmiersprache ausprobieren.

Hier ist der Link zur Website: Small Basic & Anleitung

Beispielprogramme:

SimpleTest (von mir)
EXE, SourceCode

BallGame (aus der offiziellen Anleitung)
EXE, SourceCode

Categories: Microsoft Student Program

2 comments

  • baba

    Mmm … das hätte ich gerne am Anfang von meinem Informatik-Kurs an der Schule gehabt – da war der Einstieg mit dem guten, alten (genauer : wenig guten und sehr alten) Turbo Pascal doch extrem abschreckend für die paar nicht-Geeks, die sich in den Kurs verirrt hatten.

    Toll ist für diesen Zweck übrigens auch Alice (http://www.alice.org/index.php?page=what_is_alice/what_is_alice) – da kann man per Drag+Drop ziemlich beeindruckende 3D-Welten “programmieren” und auch wesentlich komplexere Dinge anstellen.

  • Gregor Burghardt

    Ich bin ein alter Basic-Fan und habe mich sehr gefreut, dass Microsoft mit Small Basic eine Programmiersprache für Kinder und Jugendliche auf den Markt gebracht hat, und das auch noch kostenlos: Super! So kann auch diese Altersklasse an das Programmieren herangeführt werden. Ich hoffe, dass Small Basic in Zukunft weiterentwickelt wird. Der Ansatz ist vielversprechend. Positiv bewerte ich auch die Einbeziehung der Schildkröte (Turtle), die sehr stark an “Logo für Windows” erinnert. Die Dokumentation könnte noch ausführlicher werden. Vielleicht werden eines Tages auch Bücher über Small Basic auf dem Markt erscheinen. Microsoft Press hat mit “AntMe! Spielend programmieren lernen mit Visual Basic und den Ameisen” (innovative teachers) gezeigt, dass es möglich ist, mit Spaß und Freude zu programmieren. Es gibt zwar sehr viele Bücher über Programmiersprachen, aber kaum welche, die anhand kleinerer Programmierprojekte aufzeigen können, wie man Programme von A bis Z schreibt. Das ist eine große Marktlücke. Vielleicht könnte Microsoft Press auch ein spannendes und unterhaltsames Buch über Small Basic veröffentlichen. Darüber würden sich auch viele Pädagogen freuen!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>