Präsentieren … wie ging das noch?

Wie im vorherigen Blog angekündigt, werde ich hier eine kurze Zusammenfassung des „Wie präsentiere ich richtig“ Vortrages vorstellen. Wichtig dabei ist aber: es sind nur eine kleine Selektion an Werkzeuge die hier genannt werden. Wie ihr damit umgeht ist häufig eine Frage der eigenen Erfahrung. Einige Personen lieben es vor einer Menge an Leuten zu sprechen andere nicht. Beiden möge dieser Beitrag helfen.

Vorbereitende Schritte:

Was ist meine Zielgruppe: Muss ich mein eigenes Sprachbild anpassen? Ist das Niveau der Präsentation ansprechend oder überfordert es die Zuhörer?
Was will man erreichen? Der Aufbau und die Durchführung einer Präsentation ist abhängig von dem angepeilten Ziel. Ist es eher eine Infoveranstaltung? Eine Produktpräsentation oder Verkaufsveranstaltung?
Sind Schlüsselfiguren vorhanden? (Professor, Chefs, Abteilungsleiter auf die man besonders achten sollte?)
Ist das Risikomanagement ausreichend? Was kann schief gehen? Technik prüfen und einen Plan „B“ aufstellen.

Fremde Länger – fremde Sitten

Man sollte ebenfalls darauf achten, mit welcher Nationalität man zu tun hat. In angelsächsischen Ländern sind Präsentationen über 20 Minuten eher abzuraten. Dort werden gerne Bilder statt Text in der Präsentation verwendet. In jedem Fall ist aber vorher zu klären, ob man das Auditorium Du’tzen oder doch Siet’zen sollte.

Schlüsselbilder

Betrachtet man die Zuhörer genauer stellt man schnell fest, dass es 2 „Schlüssel-Typen“ gibt: Der Erste ist „Emotional Leader“, der andere der „Task Leader“. Bei Arten sind für den Vortragenden wichtig. Der Emotional Leader spiegelt die Stimmung der Gruppe wieder, auf ihn zu Achten bedeutet das Publikum in seiner Gesamtheit besser verstehen zu können.
Der Task Leader (oder auch Diva genannt) ist eher ein Vorbild für die anderen Zuhörer. Er hat viel Vorwissen und eine hohe Achtung unter den Mitstreitern. Er nutzt diesen Umstand möglicherweise aber auch im negativen Sinne. Dann entsteh der „Besserwisser“. Wichtig ist in solchen Situationen diesen Typ aktiv in den Vortrag einzubinden. „Was denkst du darüber … ?“ oder ähnliche Fragen geben der Diva genau das was sie möchte: Bestätigung und Anerkennung.

Risiken minimieren

Besonders anfällig für peinliche Unterbrechungen ist die Technik. Nichts ist schlimmer als ein defekter Beamer oder eine Demo die nicht funktioniert. Hier ein paar Hinweise zu den genannten Szenarien:
Beamer defekt: Folien ausdrucken, Hand-out vorbereiten
Demos: auf alternativen Datenträger speichern, technischen Ansprechpartner kennen, vor Ort nochmals vorher ausprobieren, ist die Internetverbindung zuverlässig vorhanden?

Medienwechsel & Inhalt

Die klassische Struktur eines Vortrages ist:
10 % Eröffnung – 80 % Hauptteil – 10 % Schluss. Unabhängig von diesen Zahlen ist jedoch viel wichtiger ein „Wohlfühleffekt“ bei den Zuhörern zu erreichen. Eigentlich ist es wie bei Vorlesung: Hat man das Gefühl, seine Zeit zu verschwenden schalet man ab. Ergo: Den Vortrag so gestallten, dass man selber Spaß daran hat.
Zum Thema Medienwechsel gibt es eigentlich eine klare Regel: je mehr desto besser. Nichts ist langweiliger als sich von hunderten von Folien berieseln zu lassen. Den Einsatz folgender Präsentationsmittel ist sicherlich sinnvoll:
• FlipChart
• WhiteBoard
• Pin-Wand
• Demos, Übungen, Videos (alles kommentieren, langsam zeigen, Visuelle Tools verwenden)
• Stichwortzettel
• Handouts
• Karten
• Interaktion (Diskussionen, offene (!) Fragen)
• PowerPoint (siehe „Miller‘s 7 +- 2“ Regel)

Fazit

Die genannten Tipps sind natürlich nur ein kleiner Teil eines mehrstündigen Workshops. Beachtet man diese, kann dies aber dazu beitragen, dass das Auditorium länger an einer Präsentation interessiert bleibt.

Diesen Blogeintrag will ich mit einer philosophisch angehauchten Erkenntnis abschließen. Die Frage ist: Aus welchen Motiven heraus setzten sich Personen in einen Vortrag / Workshop?
1. Kinder lernen explorativ, d.h. die Motivation liegt in der Neugier (z.B.: durch ausprobieren)
2. Erwachsene handeln aus 2 Motivgründen: entweder um mehr Geld zu erhalten oder um Zeit zu sparen.

Viel Spaß beim Diskutieren =)

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